Arbeitgeberseite darf Mindestlohnsteigerung nicht blockieren!

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Zum bevorstehenden Treffen der Mindestlohnkommission erklärt die Juso-Bundesvorsitzende Johanna Uekermann:

„Der Mindestlohn ist ein Erfolgsmodell, denn entgegen der Untergangsszenarien von Wirtschaftslobby und konservativen Politikern entstanden Wachstum und Arbeitsplätze. Dieser Erfolg muss fortgeführt werden und die Beschäftigten müssen davon profitieren – wie bei einer normalen Tarifrunde.

Der Mindestlohn ist ein politischer Lohn und sollte daher die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen berücksichtigen. Ein Mindestlohn soll die Untergrenze für ein auskömmliches Leben darstellen. In der aktuellen Höhe verhindert der Mindestlohn keine Altersarmut, und das Leben in Ballungsregionen ist kaum zahlbar. Daher unterstützen wir die Forderungen der Gewerkschaften, dass der Mindestlohn überproportional steigen muss. Im ersten Schritt gehört mindestens eine 9 vor das Komma! Perspektivisch sollen sich Mindestlohnempfänger in Vollzeit in Sicherheit vor Armut wissen. Aus den Augen dürfen wir zudem nicht verlieren: Ein Mindestlohn mit Ausnahmen ist kein Mindestlohn. Zukünftig sollen daher auch Jugendliche und Langzeitarbeitslose uneingeschränkt in den Genuss des Mindestlohns kommen.“

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