Jusos begrüßen Unterstützung von Bundesministerin Nahles für eine Mindestausbildungsvergütung

Jusos begrüßen Unterstützung von Bundesministerin Nahles für eine Mindestausbildungsvergütung

Zu der auf dem Juso-Bundeskongress in Dresden durch die Bundesarbeitsministerin zugesicherten Unterstützung für die Forderung nach einer Mindestvergütung für Auszubildende erklärt die Juso-Bundesvorsitzende Johanna Uekermann:

„Wir freuen uns, dass Andrea Nahles unsere Forderung nach einer Mindestausbildungsvergütung unterstützt. Die Arbeitsministerin hatte in der Vergangenheit Bedenken, ließ sich aber durch gute Argumente von unser Juso-Forderung überzeugen. Das gibt uns den nötigen Rückenwind, die Mindestausbildungsvergütung jetzt auch im SPD-Wahlprogramm 2017 zu verankern.

Viele Auszubildende sollen mit einer Vergütung auskommen, die noch nicht einmal für die Miete reicht. Keine Chance für einen jungen Menschen, auf eigenen Beinen zu stehen – das ist nicht gerecht. Dabei sind vor allem die Arbeitgeber in der Pflicht. Eine Mindestausbildungsvergütung, die genauso hoch ist wie der BAföG-Höchstsatz mit 735 EUR, hilft vielen Auszubildenden. Das wäre auch die angemessene Wertschätzung und der erste Schritt, die Berufsausbildung wieder attraktiver zu machen. In vielen Berufen haben Auszubildende mit prekären Bedingungen zu kämpfen: Unklare Ausbildungsinhalte, ungeeignete Ausbildungsbetriebe oder schlecht ausgestattete Berufsschulen und eine extrem schwankende Ausbildungsvergütung sind die großen Probleme. Für uns ist der aktuelle Ausbildungsreport der DGB-Jugend auch in diesem Jahr ein Alarmsignal. Wir sind zuversichtlich, diese Probleme gemeinsam mit der SPD anzugehen.“

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